„Dear Christchurch“ – Aalen feiert 45 Jahre Städtepartnerschaft mit Aalen

Christchurch – Jubiläumsabend 3. Juli 2026

Am 3. Juli 2026, am Vorabend des Internationalen Festes, hat die Stadt Aalen zusammen mit dem Städtepartnerschaftsverein in den KUBAA eingeladen, um die seit nunmehr 45 Jahren bestehende Städtepartnerschaft mit Christchurch in England zu feiern. Viele Aalener sind dieser Einladung gefolgt und haben dadurch ein starkes Zeichen gesetzt, nicht nur was die Bedeutung dieser zweitältesten Städtepartnerschaft angeht, sondern was Aalen als weltoffene, europäisch und international ausgerichtete Stadt lebenswert macht.

Den musikalischen Rahmen spannten die Musikerinnen und Musiker des Schubart-Gymnasiums unter der Leitung von Martin Eisner, die einige Stücke spielten, die sie bei ihrer Orchesterreise im Frühjahr zur Aufführung gebracht hatten. Die Freude war den jungen Musikerinnen und Musikern anzusehen, wie Bettina Schönherr, eine der begleitenden Lehrerinnen, in ihrem Beitrag unterstrich.

In seiner Begrüßungsrede knüpfte Oberbürgermeister Brütting an das Motto des Abends „Dear Christchurch“ an, indem er betonte, warum vielen Aalener Bürgerinnen und Bürgern die an der englischen Kanalküste gelegene Stadt ans Herz gewachsen ist. Es sind die Menschen, die partnerschaftliches Engagement leben und das Miteinander in den Fokus rücken, statt dem Gegeneinander Raum zu geben. Ein Miteinander, das sich auch darin zeigte, dass drei Vertreter aus Christchurch eigens zum Jubiläumsabend angereist waren: Howard Piper, der Vorsitzende der dortigen Twinning Association, mit seiner Frau Sheila sowie Paul Hilliard, Stadtrat in Christchurch. Hilliard betonte die in den vergangenen Jahren gewachsenen Strukturen und die vielen Aktivitäten und Begegnungen. Ein augenfälliges Symbol hierfür sei der zu Anfang der Partnerschaft gepflanzte Baum der Freundschaft, eine Eiche, die kräftig gewachsen und zu einem wahrlich starken Zeichen geworden ist.

Die Eiche spielte auch im Vortrag von Oberbürgermeister a.D. Pfeifle eine Rolle. Unterstützt von Hermann Schludi zeichnete er in seinem durch viele Fotos illustrierten Vortrag sehr anschaulich und unterhaltsam nach, wie diese Partnerschaft entstand, er verortete die Stadt an der Küste geographisch und berichtete aus eigener Erfahrung, warum es sich lohne nach Christchurch zu fahren – und vor allem wie, nämlich mit dem Kleinflugzeug von Elchingen nach Bournemouth. Christchurch gehört heute zu einem Verbund aus 3 Städten (Poole, Christchurch und Bournemouth), hat dadurch zwar etwas von Unabhängigkeit verloren, aber nichts von seiner Attraktivität eingebüßt. Für Ulrich Pfeifle waren und sind städtepartnerschaftliche Beziehungen wichtig, sie machen unsere Stadt lebenswert und tragen nicht unwesentlich zu einer friedlichen Welt bei. Er schloss seinen Vortrag, mit dem Wunsch, dass diese Beziehungen weiterhin wachsen und gedeihen mögen, so wie besagte Eiche in Christchurch. Ein Wunsch, den die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins, Claudia Thebrath, teilt und die deshalb allen dankte, die an der Planung und Durchführung dieses Abends beteiligt waren und die dazu aufrief, die Arbeit des Städtepartnerschaftsvereins zu unterstützen. Je mehr Menschen sich begegnen und sich engagieren, desto größer der Zusammenhalt, desto friedlicher und freundschaftliche unsere Beziehungen über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus.