Eine Reise mit der OVA und dem Städtepartnerschaftsverein Aalen
17. Juni – 21. Juni 2026
Im Juni 2026 gab es erstmals eine Reise in Kooperation mit der OVA, die in unser Nachbarland
Belgien und in unsere jüngste Partnerstadt Saint-Ghislain führte. Die Reise stand ganz im Zeichen des Themas UNESCO-Weltkulturerbe und führte über Namur nach Mons und Saint-Ghislain.
In Namur konnte die Reisegruppe die äußerst lebendige Hauptstadt der französischsprachigen
Region Wallonien mit ihren kulturellen und auch kulinarischen Angeboten erkunden. Die Stadt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, was der Besuch der unglaublich beeindruckenden und von der UNESCO als Weltkulturerbestätte ausgezeichneten Zitadelle verdeutlichte. Sie hat aber auch die Zeichen der Zeit erkannt und richtet im neu errichteten NID (Namur intelligent et durable) den Blick auf eine intelligente und nachhaltige Entwicklung.
Auch in Mons, der Hauptstadt des früheren Bergwerkgebiets Borinage, wird Geschichte bei einem
Stadtspaziergang erfahrbar. Der durch den Erzabbau erwirtschaftete Reichtum der Stadt spiegelt sich in den Häusern der Bourgeoisie wider, die sich auf dem „Berg“ (immerhin 105 Meter über dem
Meeresspiegel) befinden, während die Außenbezirke von kleinen Arbeiterhäuschen geprägt sind. Mit dem Niedergang des Bergbaus und der Ansiedelung neuer Betriebe hat Mons sein Gesicht verändert. Heute ist sie eine quirlige Stadt, mit einem vielfältigen kulturellen Angebot, unzähligen Restaurants und Kneipen, sowie einem der schönsten Bahnhöfe der Welt. Über allem wacht der ebenfalls von der UNESCO als Weltkulturerbe geadelte Belfried, ein Wachturm mit einem aus 49 Glocken bestehenden Glockenspiel, dem sogenannten carillon. Wir hatten das Glück der, carillonneuse bei ihrem Spiel über die Schulter zu schauen und dabei den Glockenklang sehr eindrücklich erfahren zu dürfen. Für viele Teilnehmer der Gruppe ein bewegender Moment.
Das ehemalige Bergwerk Le Grand Hornu in Saint-Ghislain erzählt die Geschichte des Bergwerks und der damit verbundenen sozialen Errungenschaften seiner Zeit, da es nicht nur Arbeitsplätze schuf, sondern auch Häuser für die Arbeiter und ihre Familien mit einer für damalige Verhältnisse sehr fortschrittlichen Ausstattung. Heute trifft auch hier alte Industrie auf moderne Kultur in Form eines Museums für zeitgenössische Kunst. Ein sehr spannender Ort.
Ein Besuch im Zentrum von Saint-Ghislain mit einem kleinen Empfang durch Vertreter der Stadt
rundete diese Etappe der Reise ab, die uns auf dem Rückweg noch zur Völklinger Hütte führte.
Ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbestätte, und mindestens ebenso beeindruckend wie sein Pendant
auf belgischer Seite.
Zurück in Aalen hatte die Reisegruppe sehr viele und sehr unterschiedliche Eindrücke im Gepäck und wird sicher noch lange davon zehren.



